
Die Franzosen haben mich schon bereits im Gare de Lyon recht freundlich willkommen geheissen. Da wollte ich doch im überfüllten „zum güldenen Amerikaner“ bei einer älteren Dame am selben Tisch mein Revier markieren (wie es bei uns in der Schweiz schon fast penetrant üblich ist!), da bellte mich diese durch die Blume an. Nach meinem freundlichen „ist hier besetzt?“ nickt die alte Dame zwar den Schrumpfkopf, fragt mich aber danach, von wo ich komme und ob es in der Schweiz nicht auch unhöflich sei, wenn man sich zu fremden Leuten an den Tisch setzt.
Anderes Land. Andere Sitten.
Dafür ist mein Hotel spitzenklasse. Also Hotel kann man das eh nicht mehr bezeichnen. Es ist eine Appartement-Residenz.
Direkt gegenüber des Lille-Flandres-Bahnhof liegt eine moderne französische Mall und genau darin ist mein Hotel platziert. Ich habe deswegen nicht nur „la gare“, sondern auch noch 64 Shops und ein Kino vor der Hütte. Die Amis hätten das nicht besser gekonnt...
Am ersten Abend bin ich wegen diktatorischem Drängen eines Arbeitskollegen in ein chinesisches Restaurant mitgegangen. Da habe ich doch wirklich Froschschenkel und Sauerkraut auf der Speisekarte gelesen. Typisch Chinesisch. Es würde mich nun nicht verwundern, wenn ich in einem französischen Restaurant eine Wan-Tan-Suppe schlürfen könnte. Das ist ja auch ein Stück „frances way of live“. Oder öppe niid?
Heute habe ich nun mein Bett auf die Probe gestellt und ein paar Turnübungen darauf ausprobiert. Ich bin schon fast reif für eine Darbietung an der legendären Turnvorstellung in Wichtrach. Nur dumm, dass dieses Bett eine Klappschüssel ist: D.h.: Nach dem Sprung (vor den 10sec. Selbstauslöser) bin ich aus einem gehandorgelten Bett aufgestanden.
So was zupft am Nerv.

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