
Wenn ich für meine Firma in einem anderen Land arbeite, dann packt mich die Lust der haarigen Veränderung.
Vorab: Ich mag meine, von Gott gegebenen Haare nicht. Ich kann die Konsistenz, die Form, die Farbe und die Länge nicht leiden. Und das meistens alles auf einmal. In dieser Beziehung könnte man mich als den „Hans im Schnäggeloch“ bezeichnen. Sind die Haare zu lang, will ich sie kurz, sind sie dann kurz, möchte ich sie wieder lang. Sind die Haare blond, möchte ich sie braun, sind sie braun, möchte ich sie schwarz und so weiter und so fort. Irgendwie scheisse, nicht?
Dazu kommt, dass ich den Gang zum Friseur sehr mag. Das Getratsche und das Herumfummeln in meinen Haaren finde ich toll. Im Ausland macht ein Coiffurebesuch noch viel mehr Spass, weil die Preise der Schneidekunst fast um die Hälfte tiefer sind.
So geschehen gestern abend (um wieder zum ersten Teil zurückzukehren). Aus blanker Langeweile (und weil mein Hotelzimmer so unspektakulär ist), suchte ich einen trendigen Haarmeister auf. Drei, mitte-dreissig-kleide-mich-aber-wie-zwanzig Klatschhühner dirigierten diesen Salon und freuten sich über den Besuch eines Schweizers. Dann ging das Übel los: Beraten und überzeugen lassen, Waschen, Schneiden (wo’s eigentlich nichts zu Schneiden gab), Farbe einschmieren, Farbe wirken lassen, Klatschen und Tratschen, Farbe auswaschen, Fönen, Geelen und in den Spiegel schauen und Tränen in den Augen spüren. Gut, dafür wurde mein langweiliger Abend um zwei Stunden amüsant verkürzt. Doch eins steht fest:
Heute werde ich wieder dort sein und lasse mir die Haare zurückfärben...

3 Kommentare:
Einer allein glaubt es kaum.....
Buab, bist noch immer ned gscheiter gwordn!!!!
Bei solchen Behandlungen wird dir Vaters Glätzeli gewiss sein.
Blöd, mit diesen 14 Euro hättest Du mir glatt eine halbe Woche Mensafood oder das Buch "Hebräisch für Dummies" finanzieren können. Dies nur am Rande...
... oder eine Flasche Wein oder ein kühler Bier! (für Sue) oder ein richtig fettes tolles Stück Fleisch für 14 Euro!!!!! mmmmmmmmhhhhhh!!!! (-:
Bis 15.3. Dossier fürs Literarische Schreiben einschicken!
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